Die folgenden Aktualisierungen werden automatisch über Nacht auf Ihrer TrutzBox eingespielt.
• TrutzVPN und Firewall: Auf manchen Boxen wurde der VPN-Tunnel als Anschluss des Heimnetzes eingestuft. Damit bekamen VPN-Geräte die Rechte des internen Netzes, und die engeren Regeln für VPN-Verbindungen griffen nicht. Der Tunnel wird jetzt nie mehr als Heimnetz-Anschluss gezählt.
• TrutzVPN: Die Verwaltungsschnittstelle des VPN-Dienstes auf der Box war für jedes Programm auf der Box erreichbar. Sie nimmt jetzt nur noch Befehle des Systemverwalters an.
• Webfilter: Wurde eine Seite gerade über HTTPS gesperrt, blieb sie über unverschlüsseltes HTTP noch bis zu fünf Minuten gesperrt, auch wenn Sie sie inzwischen freigegeben hatten. Umgekehrt galt eine alte Entscheidung weiter, obwohl sich die Filterlisten geändert hatten. Freigaben und Sperren wirken jetzt sofort auf beiden Wegen.
• Monitor, Seitenanalyse: Lädt eine Seite nicht richtig, klicken Sie beim Eintrag auf „Analysieren". Die Box ermittelt selbst, welches Gerät die Seite aufgerufen hat, benennt das Problem, etwa eine Werbeblocker-Sperre oder eine gesperrte Einwilligungsabfrage, und belegt es mit den tatsächlich gesperrten Adressen. Sie schlägt nur passende Freigaben vor. Mit „Testen" gelten die Vorschläge eine Minute lang nur für dieses Gerät; laden Sie die Seite dort neu und entscheiden Sie dann. Ohne Entscheidung wird nichts eingetragen. Mit „Übernehmen" landen die gewählten Einträge sofort in Ihren eigenen Ausnahmen oder Sperren, mit der Seite als Herkunft. Zusätzlich weist die Analyse auf Auffälligkeiten hin, zum Beispiel versteckte Tracker, Fingerabdruck-Techniken, fremde Formulare oder Passwortfelder ohne Verschlüsselung.
• Eigene Sperren und Ausnahmen: Neuer Schalter „Werbeblocker-Blocker erlauben". Manche Nachrichtenseiten zeigen nur eine Sperrseite, sobald ihre Prüfdienste gegen Werbeblocker gesperrt sind. Eingeschaltet trägt die Box diese Prüfdienste als sichtbare Ausnahmen ein, ausgeschaltet nimmt sie genau diese Einträge wieder heraus. Ihre eigenen Einträge bleiben unberührt. Der Schalter ist ab Werk aus.
• Geräte: Neben „TrutzBrowse aktivieren" zeigt ein Symbol, ob das Gerät das Zertifikat der TrutzBox annimmt, ablehnt oder ob das noch unbekannt ist. Die Box beobachtet das selbst bei jeder übernommenen Verbindung. Lehnt ein Gerät das Zertifikat ab, zeigen gesperrte Seiten dort keine Erklärung, und mit TrutzBrowse lädt es keine verschlüsselten Seiten. Das war bisher nur für den Rechner prüfbar, an dem Sie gerade sitzen.
• Datensicherung laden: Eine Sicherung bringt jetzt auch den Netzwerknamen der Box zurück. Einrichtung und Wartungsseite nennen den neuen Namen und wechseln selbstständig dorthin, sobald der Router ihn kennt. Endet beim Laden die Anmeldung, weil die Verwaltung neu startet, verfolgt die Wartungsseite den Vorgang trotzdem bis zum Ergebnis, statt bei „nginx wird neu geladen" stehen zu bleiben.
• Netzwerk-Status: Die Seite zeigt die Adresse des Internet-Anschlusses direkt an, bei reinen IPv6-Leitungen die IPv6-Adresse. Der VPN-Tunnel hat einen eigenen Kasten, statt fälschlich unter der Brücke zu stehen.
• IPv6-Freigaben am Router: Die hintere Hälfte der IPv6-Adresse, die Interface-ID, wechselte bisher bei jedem Präfixwechsel des Anbieters. Die Freigaben im Router zeigten danach still auf eine Adresse, die es nicht mehr gab, und Videokonferenz und VPN waren über IPv6 nicht mehr erreichbar. Die Box bildet die Interface-ID jetzt fest aus ihrer Hardware-Adresse, sie bleibt bei jedem Präfixwechsel gleich. Wichtig: Die ID ändert sich mit dieser Aktualisierung einmalig. Wer bereits eine IPv6-Freigabe eingerichtet hat, trägt die neue Interface-ID aus dem Domain-Bereich einmal im Router nach. Nach einem Adresswechsel bindet sich außerdem die Videokonferenz sofort an die neue Adresse.
• Heimnetz-Adressen: Geräte behalten ihre Adresse jetzt 24 Stunden statt einer Stunde. Die Adressen 192.168.195.1 bis .49 vergibt die Box nicht mehr automatisch, sie bleiben wie im Handbuch beschrieben für feste Einstellungen frei. Beim Einspielen startet das interne Netz dafür einmalig für ein bis zwei Sekunden neu.
• Fernzugriff (TrutzVPN): Wird ein Zugang gesperrt, trennt die Box nur diesen einen, statt den VPN-Dienst neu zu starten und alle anderen mit hinauszuwerfen. Auch eine Aktualisierung startet den VPN-Dienst nur noch neu, wenn sich seine Einstellungen wirklich ändern. Bisher waren verbundene Geräte nach jedem Update einige Minuten draußen.
• Webfilter und Filterlisten: Die nächtliche Aktualisierung Ihrer über einen Link eingebundenen Listen lud jede Liste doppelt und mehrere gleichzeitig. Auf einer Box stieg der Speicher dadurch auf 95 % der Grenze des Webfilters. Die Listen werden jetzt streng nacheinander und nie doppelt geladen. Der Neuaufbau einer Liste aus ihrer Quelle braucht zudem nur noch etwa die Hälfte des Speichers, und auf Boxen mit viel Arbeitsspeicher wächst die Grenze des Webfilters mit, statt bei einem festen Höchstwert zu enden.
• Filterlisten: Ist das Verzeichnis der mitgelieferten Listen beschädigt, arbeitet die Box mit dem zuletzt sauber geladenen Stand weiter und nennt die Ursache auf der Filterlisten-Karte. Ihre Filtergruppen bleiben dabei unangetastet. Die Karte zeigt außerdem die tatsächliche Installationszeit der Listen.
• Geräte: Die Geräteseite zeigt die aktuelle Adresse jedes Geräts aus dem Live-Stand des Netzes und kennzeichnet eine nur gespeicherte Adresse als „zuletzt gesehen". Ein Laptop mit Dockingstation und WLAN erschien bisher zweimal mit derselben Adresse, und Einstellungen konnten beim falschen Eintrag landen. Geräte hinter einem WLAN-Repeater behalten ihre Adresse, und der Verbindungsstatus stimmt auch für Geräte im externen Netz.
• Betriebszustand: Eine Leitung, die zwar verbunden ist, aber keine Adresse bekommt, erscheint jetzt auf der Karte „Internet-Anschluss" als Ursache. Bisher blieb die Karte grau, und nur Folgekarten wie Zeit oder DNS schlugen an. Ein kurzer DNS-Aussetzer, etwa bei der nächtlichen Neuverbindung des Routers, lässt die Karte „DNS für Geräte" zehn Minuten lang grün.
• Fernzugriff (TrutzVPN): Die Hinweise zu IPv6 erklären jetzt, warum IPv6 bei DS-Lite-Anschlüssen und für jede weitere TrutzBox hinter demselben Router der einzige Weg von außen ist.
• Die mitgelieferten Filterlisten wurden auf den aktuellen Stand gebracht.
• Bedienoberfläche: Wurde das Browserfenster über eine bestimmte Breite gezogen, baute sich die Seite komplett neu auf. Offene Dialoge verschwanden dabei, beim Speichern einer Filterliste sah es aus, als sei nichts gespeichert worden. Die Seite bleibt jetzt stehen.
• Netzwerk-Status: Auf der 64-Bit-Box erschienen verbundene Anschlüsse grau statt grün, weil der Zustand auf Deutsch geliefert und nicht erkannt wurde. Ist behoben, dazu ist die Blätterleiste der Tabellen jetzt deutsch.
• Fernzugriff (TrutzVPN): Nach jedem Umschalten klappte die Karte kurz in ihren Anfangszustand und schloss die erweiterten Einstellungen. Sie bleibt jetzt, wie sie ist.
Ihr TrutzBox Support